PJ-Tertial-Bericht am Memorial University of Newfoundland

Innere

St. John's (Newfoundland), Kanada · 8 Wochen · Station Nephrology+General Medicine · 06/2013 – 08/2013

Veröffentlicht am

1.27
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 1
Betreuung 1
Freizeit 2
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0

Erfahrungsbericht

Ich habe 8 Wochen meines Inneren Tertials in St.John's, Neufundland gemacht und es war unglaublich lehrreich. Die ersten 4 Wochen war ich auf der Nephrologie im Health Science Center. Man ist Teil eines Teams bestehend aus Oberarzt, 2-3 Assistenzärzten und 2-3 kanadischen Studenten. Alle vier Tage ist das Team "on-call", d.h. es müssen alle Inneren Fälle in der Notaufnahme, die rein kommen, untersucht und entweder aufgenommen oder behandelt und nach Hause geschickt werden. Dieser Dienst geht normalerweise 24h, doch als ausländischer Student muss man nur bis 17 Uhr bleiben und man muss auch nicht am Wochenende kommen (wer will, darf natürlich gerne). Alle Patienten, die aufgenommen werden, gehören dann in die Verantwortung des Teams. Demnach hatte ich auf der Nephrologie nur bedingt war mit Nierenpatienten zu tun und betreute Patienten mit allen möglichen Erkrankungen. In Neufundland wird erwartet, dass die Studenten ihre eigenen Patienten betreuen, Medikamente ansetzen und Anordnungen geben. Das ist in diesem neuen System in der ersten Wochen recht anstrengend, doch die Lernkurve steigt enorm. Die eigene Verantwortung ist im Health Science Centre nicht ganz so groß, so dass ich es als sehr angenehm empfand, zunächst dort eingeteilt gewesen zu sein, und so die Zeit zu haben, die Abläufe kennenzulernen. Die nächsten 4 Wochen war ich dann im St. Clare's Memorial Hospital und dort ist die Verantwortung etwas größer. Die Diagnostik in Kanada ist sehr orientierend, d.h. alle Untersuchungen und Laborwerte werden gezielt angeordnet. Dadurch ist man gezwungen bei jedem Laborwert zu wissen, wieso man den wissen will und welche Konsequenzen eine Erhöhung/Erniedrigung hat (z.B. das CRP wird dort sehr selten abgenommen). Man hat jeden Tag Unterricht. Morgens ist immer Fallvorstellung mit Unterricht im Morning Report oder EKG-Runden und Mittags ist an mehreren Tagen Weiterbildung. Natürlich wundert man sich manchmal über den einen oder anderen Ablauf und nicht alle Ärzte und alle Studenten sind immer nett (aber wo sind sie das denn in Deutschland) aber insgesamt war es ein großartiges und sehr lehrreiches, halbes Tertial.

Bewerbung

4-9 Monate vorher; immer mal per Mail anfragen, da geht auch mal was im Büro verloren.
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