PJ-Tertial-Bericht am Spital Schwyz

Chirurgie

Schwyz, Schweiz · 16 Wochen · Station 9,8,6 · 02/2013 – 06/2013

Veröffentlicht am

1.33
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 1
Unterricht 3
Betreuung 1
Freizeit 3
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Weitere Tätigkeiten
0
Vergütung
ca. 975 (1200 CHF)
Gebühren
ca. 300 (373 CHF)

Erfahrungsbericht

Mein Fazit vorweg: meine Zeit in Schwyz war mein bester Studienabschnitt bislang! Daher auch die überwiegend sehr gute Benotung, die ich im Folgenden ausführen möchte: Schwyz als Ort ist klein und auch das Spital nicht furchtbar groß. Aber wer sich darauf einlässt wird viele nette Menschen kennenlernen. Mich hat wirklich überrascht, wie gut die Zusammenarbeit mit der Pflege funktionieren kann. Ich hatte zwar schlechte und gute Famulaturen, aber die Teams (v.a. auf dem Notfall) waren echt der Hammer. Gerade wenn man mit wenig Wissen anfängt, Neuaufnahmen zu managen oder die ersten Gehversuche beim Nähen unternimmt. Gleiches gilt mindestens für das Ärzte-Team, mit dem ich ebenfalls super auskam. Da wir zwischenzeitlich leider eine Phase der Unterbesetzung kompensieren mussten fielen viele Planfortbildungen / viel Unterricht aus. In der Einzelbetreuung nahm sich aber jeder Assistenz- und Oberarzt trotzdem die Zeit für Erklärungen theoretischer (etwa Differentialdiagnosen, Prozedere von Krankheitsbildern) oder praktischer (Nähen (!), Thoraxdrainagenziehen, u.v.m.) Natur. Ich möchte auch hier nochmal hervorheben, dass ich für die persönliche und fachliche Betreuung, so zeitlich schwierig wie sie an einigen Tagen war, sehr zu schätzen wusste. Wer sich einbringt, Interesse zeigt und/oder nachfragt darf dadurch um Einiges mehr machen als meine Kommilitonen an größeren Häusern in Zürich oder Luzern, sowohl im OP als auch auf dem Notfall. Ich wiederhole meine Vorredner wenn ich erwähne, das Blutabnahmen und PVK legen Tätigkeiten der Pflege sind, was den PJ-Alltag ungemein entlastet. Die funktionierenden (!) Windows7-Rechner sowie die perfekte Einführung in den Klinikalltag habe ich noch nie so erlebt. Am ersten Tag war allen klar, dass ich kam (wie oft man doch schon das Gegenteil erlebt hat), wo ich eingesetzt werde, ich hatte eine Kennung für die Krankenhaussoftware (Patientensystem, OP-Programm, Arbeitsplan), man hat sein eigenes DECT-Phone, aktualisierte Telefonlisten hingen bereits am 1. Chirurgie-Tertial in jedem OP aus. Diese organisatorische Glanzleistung habe ich auch im späteren PJ so nie erlebt. Ein ganz wichtigen Nachteil muss ich hier ansprechen: Im Personalwohnheim gab es zu meiner Zeit kein Internet. Ich denke, dass dieser Punkt im Jahr 2013 undiskutabel ist und hoffe, dass die Hotellerie endlich WLAN eingerichtet hat oder das durch diesen und ähnliche Beiträge nicht nur Versprechen angekündigt sondern auch gehalten werden. Zu der Unterbringung ist zu sagen, dass das Wohnheim zwar in die Jahre gekommen ist, das Zusammenleben dort aber mit der größte Plusfaktor meines Aufenthaltes war. Man kommt mit den anderen PJlern (Unterassistenten) aber auch mit einigen Ärzten des Spitals superschnell in Kontakt, wir haben fast jeden Abend zusammen Programm gemacht (Kartenspiele, Filmgucken, Musizieren, Schweizer Bierverköstigung etc.) - einfach genial! Die übrigen Freizeitmöglichkeiten waren riesig, selbst für mich, der kein Snowboard oder Ski fährt und anfangs kein Auto vor Ort hatte. Ihr werdet vor Ort genug Anregungen bekommen. Ich danke nochmals allen, die meine Zeit dort so unvergesslich gemacht haben und wünsche euch potentiellen Nachfolgern ebenfalls so viel Spaß!

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5 Monate im Voraus, kann auch deutlich schneller klappen.
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