PJ-Tertial-Bericht am Waldkrankenhaus Rudolf Elle Eisenberg

Orthopädie

Eisenberg, Deutschland · 16 Wochen · Station Ebene 1, Ebene 3b, Notfallaufnahme, OP, Ambulanzen · 02/2012 – 06/2012

Veröffentlicht am

1.07
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 1
Team Station 1
Kontakt zur Pflege 1
Ansehen des PJlers 1
Klinik insgesamt 1
Unterricht 2
Betreuung 1
Freizeit 1
Station / Einrichtung 1

Details zum Einsatz

Vergütung
400

Erfahrungsbericht

Ich habe mich als Medizinstudent der Universität Leipzig für eine Zweithörerschaft und somit ein mögliches Tertial an der FSU Jena bzw. deren Lehrkrankenhäuser entschieden. Ich wollte von Anfang an mein Orthopädie-Tertial in Eisenberg absolvieren, zum einen wegen des guten Rufes der Klinik und um somit viel theoretisches und praktisches Wissen anhäufen zu können und zum anderen um die Klinik für einen evtl. späteren Einsatz als Arzt kennenzulernen. Vorneweg: Der erhöhte organisatorische Aufwand (der jedoch über das Studiendekanat Jena, den PJ-Beauftragten PD Dr. Roth sowie die Chefarztsekretärin Fr. Kirsch problemlos verlief) hat sich für mich mehr als gelohnt. Es hat sehr viel Spaß gemacht, alle Beteiligten (Ärzte, Schwestern, Pfleger, Physiotherapie, Sekretärinen, etc.) sind ausgesprochen freundlich, ich habe viel gesehen, gelernt und machen dürfen! Note 1 :-) Nun konkret zum PJ-Alltag: Am 1. Tag haben wir (zwei Famulanten und ich) uns vor dem Chefsekretariat getroffen und Frau Kirsch hat uns dann zur Morgenbesprechung (Beginn 7.30 Uhr) geleitet. Dort wurden wir im Anschluss von PJ-Beauftragtem OA PD Dr. Roth vorgestellt und in die entsprechenden Ebenen eingeteilt. Ich war auf Ebene 1. Die verantwortlichen Ärzte haben mich den ersten Tag über überall hin mitgenommen und mir so den Arbeitsablauf erklärt. Ich wollte dann die ersten 2 Wochen bei allem zunächst zuschauen, was ich nur empfehlen kann. So habe ich von vielen Assistenz-/Fachärzten auf Station bzw. Oberärzten in der Ambulanz ihren Patientenaufnahme-Algorithmus, ihre Patienten-Kommunikation, ihre Untersuchungsschwerpunkte/-techniken, etc. beobachten und vielfältiges abschauen können. Fragen waren jederzeit möglich und wurden ausführlich beantwortet (auch von den Oberärzten!!!). So hatte ich nach den ersten zwei Wochen den Arbeitsablauf raus, wusste wo alles liegt, was man anordnen/dokumentieren muss und war theoretisch in den orthopädischen Untersuchungstechniken fit. Die nächsten 10 Wochen habe ich dann alles (wie ein richtiger Assistenzarzt) machen dürfen und konnte so z.B. die Untersuchungstechniken auch praktisch umsetzen und verbessern. Hilfreich waren auch die teilweise kompletten Beobachtungen meiner Aufnahmen durch Ärzte mit Feedback im anschließenden Gespräch. Zwischendurch wurde man natürlich auch im OP eingeteilt. Der Plan stand bereits am Vortag fest, sodass man wusste bei welcher OP man dabei ist und konnte sich auf das OP-Gebiet/die OP vorbereiten. Das war keine Pflicht, aber ich habe es so gehandhabt, um anatomisch Bescheid zu wissen und dazulernen zu können. Die Operateure waren sehr nett, auch hier konnte man jederzeit fragen stellen, die auch gut beantwortet wurden :-). Man war nie sinnloser Hakenhalter (bspw. 2. Assistenz bei HTEP in Rückenlage), sondern konnte stets den Operationssitus einsehen (bei HTEP z.B. nur als 2. Assistenz bei Seitlage eingeteilt). Da ich mich ganz gut anstellte, durfte ich auch einige Erstassistenzen machen, viel knüpfen und einiges nähen. Die OP-Schwestern waren ebenfalls sehr nett und haben einem viel geholfen. Die letzten 4 Wochen wollte ich gerne noch wie folgt einteilen: 1 Woche Ambulanz mit den jeweiligen Spezialsprechstunden, 1 Woche Aufnahmestation (für Untersuchungen an allen Gelenken und untersch. Anamnesen) und 2 Wochen Notfallaufnahme. Mein Wunsch wurde mir auch gestattet und ich empfand diese Einteilung auch im Nachhinein als sehr sinnvoll. Zum Abschluss kann ich jedem nur empfehlen sein Wahltertial in der Orthopädie in Eisenberg zu absolvieren. Man muss nicht in die Schweiz um die gesamte Orthopädie sehen zu können, viel machen und lernen zu dürfen. Durch die Auslagerung der Uni ans Waldkrankenhaus hat das Haus einen familiären Charakter und man hatte auch Kontakt zu anderen Disziplinen. So hat mir auch der Chefarzt der Radiologie, Oberärzte der Inneren und Physiotherapeuten vieles erklärt und gezeigt. Es kommt halt auf das eigene Interesse an. Man sollte einen Plan/Wunsch haben. Dieser wird so gut es geht umgesetzt. Vorbildlich ist auch das Verhalten untereinander (Ärzte, Schwestern, Pflege, etc.) sowie zu mir als PJler. Ich habe mich in der Klinik sehr wohl gefühlt und bin sehr gut vorbereitet wurden, um als Assistenzarzt gleich loslegen zu können. Der Aufwand wurde mit 400 Euro bezahlt, ich als Auswärtiger bekam eine sehr gute Unterkunft im Nachbarhaus, Mittagsessen war frei und man kam, wenn man wollte, pünktlich um 16 Uhr nach Hause :-)

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