In Bordeaux macht man immer zwei Stages a zwei Monate. Diese kann man vor Beginn des Praktikums selber wählen.
Ich habe mich für Orthopédie/Traumatologie und Chirurgie digestivie entschieden.
1.Orthopédie/Traumatologie: Pellegrin
Die ersten zwei Monate war ich auf der 6.Etage im Tripod bei Prof Chauveaux. Dort wird man einem Interne oder einem Chef de clinique zugeteilt und läuft mit diesem mit. Ich war mit zwei anderen Studenten Yann Wiart und Stanislas Remy zugeteilt. Die beiden waren wirklich sehr nett und haben sich immer sehr viel Zeit genommen, mir etwas zu erklären, auch wenn mein Französisch zu Beginn wirklich noch sehr holprig war. Aber auch alle anderen dort sind nett und um die Studenten bemüht. Es gibt niemanden, der sich nicht um seine Studenten kümmert.
Unser Wochenablauf sah so aus:
- Montags: Visite,
- Dienstag: Consultation. Hier kommen neue Patienten hin die beispielsweise eine neue Hüfte benötigen oder Patienten, die vor einiger Zeit operiert wurden und zur Nachkontrolle kommen. Meine Aufgaben bei den Consultations, nach einer gewissen Anlaufzeit waren, selber Patienten aufnehmen, funktionelle Knie oder Hüftuntersuchungen durchführen, Röntgenbilder beurteilen, Gips entfernen und anlegen und Verbände wechseln
- Mittwoch: Ambulatoire. Im Ambulatoire werden kleine ambulante OPs durchgeführt, z.B. Schrauben oder Platten entfernt. Mir hat das Ambulatorium immer sehr gut gefallen, da ich bei diesen kleinen Ops häufiger selbst das Skalpell und den Schraubenzieher in die Hand nehmen konnte. Leider war das Ambulatorium während der Urlaubszeit(Juli/August) geschlossen.
- Donnerstag und Freitag: Bloc opératoire. Bei den Ops konnte ich mich fast immer mit einwaschen, nur wenn wir zu viele Studenten waren haben wir uns abgewechselt. Allerdings sind während der Urlaubsmonate nur halb so viele Studenten da wie sonst. Ich bin mit verschiedensten Ärzten und Ärztinnen im OP gewesen. Es hing immer sehr von der Person ab, wie viel ich machen konnte. Auch die Stimmung war gut, immer locker und es wurde häufig gescherzt, allerdings war ich auch nie bei Prof Chauveaux mit im OP.
Außerdem gibt es noch zwei Mal pro Woche nach der Frühbesprechung einen Theoriekurs für Studenten. Dieser war auch immer sehr interessant.