PJ-Tertial-Bericht am St. Josefshospital

Herz-/Gefäßchirurgie

Wiesbaden, Deutschland · 4 Wochen · Station 41 · 08/2011 – 09/2011

Veröffentlicht am

2.33
Ø Gesamtnote
aus 9 Kategorien

Einzelbewertungen

Gesamt 3
Team Station 2
Kontakt zur Pflege 2
Ansehen des PJlers 2
Klinik insgesamt 2
Unterricht 2
Betreuung 2
Freizeit 2
Station / Einrichtung 2

Details zum Einsatz

Vergütung
267

Erfahrungsbericht

Dienstbeginn um 7:45 zur Frühbesprechung. Das wird auch so ziemlich das einzige Mal sein, dass man Chef und Oberärzte auf der Station sieht. Der PJ´ler geht danach Blut abnehmen oder direkt in den OP. Bleibt man auf Station, dauert das Blut erst mal eine Weile. Desolater Gefäßstatus und allzeit mindestens zwei MRSA-Zimmer sorgen dafür. Wenn man fertig ist, wird visitiert. Die Schwestern beteiligen sich hier eigentlich in keiner Weise an der Visite, Verbände werden komplett von Ärzten gewechselt. Die Visite zieht sich deswegen gern mehrere Stunden, teilweise muss sie für das Mittagessen unterbrochen werden, weil man sonst nichts mehr bekommen würde. Aufnahmen halten sich aufgrund der langen Liegezeiten der Patienten in Grenzen. Doppler-Verschlussdrücke sind ebenfalls Studentenaufgabe. Zwischendurch darf man noch runter in die Ambulanz, weil die Oberärzte, die dort Notfallpatienten anschauen, kein Blut abnehmen. Im OP achtet der Chef (zurecht) darauf, dass jeder PJ´ler die wichtigen OPs in der Gefäßchirurgie mitbekommt, sprich periphere Bypässe, Y-Prothesen und Carotiden. Er erklärt auch gerne. Praktisch machen darf man eigentlich nichts, und sobald man die OPs einmal gesehen hat, ist es auch nicht mehr wirklich spannend. Sechs Stunden mit Bleischürze im Bypass stehen war nicht das lehrreichste in meinem PJ. Die Herzchirurgie der Uni Mainz operiert im Joho als Dependance, ab und an wird man auch dort eingeteilt. Sind teilweise wirklich interessante Sachen (atriale Myxome etc.), man darf auch mal etwas mehr praktisch ran, dafür ist der Umgangston rauer. Da die Gefäßchirurgie aber auch Learn&Earn-Studenten beschäftigt, muss man eigentlich nicht übermäßig viel in den OP, wenn man nicht möchte. Das Team an sich ist wirklich nett, auch Oberärzte, Chefarzt und Pflege. Wenn nach der Visite nur noch Bürokratie zu erledigen ist, kann man auch mal früher gehen. Das Problem an dieser Rotation war nur, dass man für 4 Wochen Anwesenheit einfach zu wenig mitgenommen hat. Schön, dass mal die OPs mal gesehen hat, aber wirklich viel Substanzielles ist nicht dabei rübergekommen.

Bewerbung

Zuteilung über das Dekanat.
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